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Klavier-Comedy

Dadaismus in Buxtehude



Dadaismus pur
Stader Tageblatt 2021
Buxtehude
Freiheit und Unabhängigkeit nicht nur leben, sondern laut proklamieren sollten. Heute erfährt die Gründung des Cabaret Voltaire eine besondere Aktualität, da heute viele Menschen vor dem Krieg nach Deutschland flüchten. Damit hat das Musikprojekt „100 Jahre Dadaismus" einen Bezug zur momentanen Flüchtlingsthematik.
Hugo Balls Facettenreichtum und Humor spiegeln sich auch in der Musik des Komponisten und Pianisten Hans Schüttler wider, der regelmäßig Musik und Hörspiele für den NDR und Deutschland Radio Kultur produziert und auf internationalen Bühnen zuhause ist.
Er entführt die Besucher in den Dada-Kosmos mit Texten von Hans Schüttler (rechts) und Reinhard Lippert in Aktion.
Hugo Ball, expressionistischen Sounds, Jazz, Show, Nonsens, Anarchie und Spaß - dargeboten von dem Sprecher Reinhard Lippert und den NDR-Jazzmusikern Edgar Herzog (Saxophon), Hans Schüttler (Klavier, Elektronik), Björn Lücker (Schlagzeug) und John Huges (Kontrabass).
Das dadaistische jazzige Live-Hörspiel „Seepferdchen und Flugfische" mit Texten von Hugo Ball und Kompositionen von Hans Schüttler wird in kleiner Besetzung aufgeführt. Sprache, Groove und Musik befinden sich in einem ständigen Wechselspiel.
So erklingen im Lautgedicht „Katzen und Pfauen" kreischende Tierlaute. Der Poet und die Instrumente zwitschern hier um die Wette.
In „Die Karawane", dem bekanntesten Gedicht von Hugo Ball, lassen Sprecher und Instru¬mente Elefantenklänge im Frage-Antwortspiel erschallen. In dem Gedicht „Der Henker" schlägt die Ordnung in Anarchie um. Der Sprecher versinkt im Tuttiklang-chaos, um sich zum Schluss im Cabaret wiederzufinden, begleitet von einem ausgedünnten Walzer.
Es wird ein Bogen gespannt von schlichter Ordnung bis hin zur Anarchie, von langsam zu schnell, von getragen zu leicht, von strenger Komposition bis zu freier Improvisation.
Zu hören ist ein breites Klangspektrum zwischen lyrischen Improvisationen, Humor und Klangekstasen.
Eintritt 15 Euro. (hag) > Karten gibt es im Kulturforum unter Telefon 0 41 61 / 50 25 56.
Stader Tageblatt vom 22.09.2021